Montag, 16. Februar 2009

Dreispitzahorn #1 - "Erstgestaltung"

Diesen Rohling erhielt ich am VSB Gestaltungskurs mit Werner Triet im März 2008 in Schinznach zugeteilt. Er hat bereits eine recht breite Stammbasis, und auch die Verjüngung lässt sich sehen. Es fehlen aber noch brauchbare Äste, die Krone und ein aussagekräftigeres Nebari.

In der Frontansicht hat der Baum eine recht glatte Rinde mit nur ein paar Knubbeln, die von älteren Schnittwunden herrühren. Leider siehr es dagegen auf der Rückseite wie auf einem Kraterfeld aus. Dort wurden bereits dicke Äste komplett entfernt und die Wunden nicht sauber ausgearbeitet, damit die Rinde wieder einigermassen glatt erscheint.

Die Äste, die Krone, das Nebari und die hässlichen Schnittwunden am Rücken sind also die zentralen Baustellen für die nächsten Jahre an diesem Baum.


Hier ein paar Bilder vom Kurs (22.März 2008):

Ein erster Eindruck...




...und dann haben wir mit einer leichten Drehung die neue Fronseite festgelegt,...



...und anschliessend den Baum umgetopft.


Ich hatte im Kurs etwas Mühe bei den kleine Ästchen schon herauszusehen, welche ich stehen lassen kann und welche schlichtweg entfernt gehören. Wir diskutierten lange über die beiden ersten Äste auf der linken Seite. Einer von denen muss weg. Doch die Entscheidung blieb bis zum Schluss offen.




Habe mich enschlossen, den Baum erstmal so sein zu lassen. Sämtlicher Zuwachs an Ästen kann nicht schaden. Werde mir zu einem späteren Zeitpunkt überlegen, wie man ihm möglichst viel Ausdruck geben kann. Will ihn jetzt erst mal kennen lernen.

Zuhause hat er dann über den Sommer kräftig ausgetrieben. Davon war die Spitze (erwartungsgemäss) am meisten betroffen.


Hier ein Bild von ende September 2008


und anfangs Oktober